Cholesterin

Beim Cholesterin handelt es sich um das Blutfett. Cholesterin wird in der Leber gebildet und Eier und Butter unterstützen dies nur sehr bedingt; etwa zwei Drittel des Cholesterins produziert der Körper selbst. Ein Drittel des Cholesterins nehmen wir über die Nahrung zu uns, und zwar über tierische Lebensmittel.

Das Blutfett, das problematisch ist, ist das LDL-Cholesterin, das so genannte „schlechte“ Cholesterin. Es kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen und langfristig zum Verschluß dieser Blutgefäße. Hier sind wir dann bei den Themen Bluthochdruck und Infarkte (Herzinfarkt, Hirninfarkt oder Schlaganfall).

Bluthochdruck kann lange Zeit unentdeckt bleiben und Organe schädigen, beim Infarkt werden durch den Gefäßverschluß Teile eines Organes nicht mehr durchblutet, es kommt zum Absterben, zur Nekrose. Das ist in höchstem Maß lebensbedrohlich. Durch eine vernünftige Ernährung gegenzusteuern ist grundsätzlich sinnvoll.

Hier ist es gut, viele pflanzliche Lebensmittel zu sich zu nehmen, wie es ja auch grundsätzlich empfohlen wird. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte versorgen den Körper mit vielen wertvollen Nährstoffen und Inhaltsstoffen und vor allem auch mit Ballaststoffen. Ballaststoffe sind nicht nur wichtitg für die Darmgesundheit und damit auch für das Immunsystem, einige von ihnen wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus.

Bei den Fetten wird nach eher guten und nach schlechten Fetten unterschieden (LDL- und HDL-Cholesterin). Ungünstig sind gesättigte Fettsäuren, die du in tierischen Fetten findest, bei pflanzlichen Fetten sind es Kokosfett und Palmfett. D.h. Produkte mit Palmöl oder Palmfett und Kokosöl oder Kokosfett sollten gemieden werden. Rapsöl, Olivenöl, Walnussöl und Leinöl enthalten ungesättigte Fettsäuren, ebenso wie Nüsse und Samen.

Es wird immmer wieder vor dem Cholesterin in Butter und in Eiern gewarnt. Diese Verallgemeinerung ist m. E. eher kritisch zu betrachten, denn bei dem einem Menschen wirken diese Lebensmitel LDL-Cholesterin steigernd, bei anderen nicht. Jeder menschliche Organismus tickt etwas anders.

Mach dich sich nicht verrückt, aber wenn du eine Veranlagung zu hohen Cholesterinwerten hast oder eine Störung des Fettstoffwechsels vorliegt, musst du diese Lebensmittel eher sehr vorsichtig dosieren. Sprich dann mit deinem Arzt darüber, denn zu hohe Cholesterinwerte solltest du keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.

Wenn du dauerhaft etwas für deine Cholesterinwerte und für deinen Körper tun möchtest, ist eine vernünftige Ernährung der eine Teil, ausreichende Bewegung der andere. Ausdauersportarten sind absolut dazu geeignet, den Stoffwechsel zu unterstützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.