Quittenlikör

Quittenlikör

Dieser Quittenlikör ist einer dieser Lieblingsliköre, die jedes Jahr wieder gemacht werden.

Quittenlikör

Zutaten

  • 500 g Quitten
  • abgeriebene Schale und Saft von 1 Zitrone (unbehandelt)
  • 200 g weißer Kandiszucker
  • 0,5 l Obstler, Doppelkorn oder Doppelweizen

Du brauchst eine ausreichend große Flasche für den Ansatz des Quittenlikörs. Etwa 1 1/2 Liter sollte die schon fassen können, ansonsten musst du die Zutaten auf zwei Flaschen verteilen.

Zubereitung

Wasche die Quitten gründlich und trockne sie ab, wichtig ist es, dass der weiße Flaum auf der Schale entfernt wird. Schneide Stiele und Blütenansätze ab, viertel die Quitten und schneide das Kerngehäuse heraus.

Danach werden die Quitten geraspelt, das läßt sich gut mit der Küchenmaschine erledigen, nimm aber nicht den ganz feinen Raspeleinsatz, das funktioniert nicht, sondern matscht nur. Beträufel die Raspel sofort mit dem Zitronensaft und hebe die geriebene Zitronenschale unter.

Fülle die Quittenraspel in eine große Flasche, gib den Kandiszucker dazu und gieße den Schnaps darüber. Schwenke alles einmal gut durch und lass den Quittenlikör dann an einem warmen und hellen bzw. sonnigen Platz gute 4 – 6 Wochen lang ziehen.

Schwenke den Quittenlikör während dieser Zeit alle paar Tage durch, so löst sich der Kandis gut auf und die Aromen aus den Quitten werden besser herausgezogen.

Filter den Quittenlikör zuerst durch ein Sieb für die groben Bestandteile, dann durch ein sauberes Tuch für die feinen Bestandteile und Schwebstoffe. Fülle den Quittenlikör in eine Flasche mit Schraubverschluss und lass ihn für mindestens 4 Wochen reifen, dann ist er verzehrfertig.

Tipps

  • Mit Obstler wird der Quittenlikör fruchtiger, mit Doppelkorn oder Doppelweizen ist die Schnapsbasis neutraler, du kannst es aber auch mit einem Birnenschnaps probieren.
  • Ob du Apfelquitten oder Birnenquitten für deinen Quittenlikör verwendest, bleibt dir überlassen, es ist wohl allerdings eher die Frage, welche Sorte du auf dem Markt bekommst und somit sind Diskussionen darüber eher philosophischer Natur.
  • Den Zitronensaft benötigst du weniger für den Geschmack, sondern um zu verhindern, dass die geraspelten Quitten zu schnell oxidieren und damit braun anlaufen. Hier ist es besser zu zweit zu arbeiten: einer raspelt, einer beträufelt mit Zitronensaft.
  • Auch wenn es kaum zu verhindern ist, dass die Quitten beim Raspeln braun anlaufen (das geht sehr deutlich schneller, als bei Äpfeln oder Birnen), wenn sie einige Stunden im Alkohol gelegen haben, sind sie wieder hell – warum auch immer.
  • Die Quittenraspel nehmen viel Platz in Anspruch, man braucht also eine große Flasche. 500g sind ca. 2 Apfelquitten, zusammen mit den anderen Zutaten befüllen die eine 1 l Flasche ziemlich randvoll. Gegebenenfalls musst du das Material halt auf zwei Flaschen verteilen.

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