Soleier

Snack oder Mahlzeit, Soleier sind eine klassische Speise.

Zutaten

  • 6 Eier
  • 1 l Wasser
  • 60 g Salz (ca. 2 1/2 EL)

Zubereitung

Soleier sind eine sehr klassische Art, Eier zu konservieren. Auf diese Weise gesalzen bleiben Sie eine ganze Weile haltbar – früher auch ohne Kühlung. Bekannt sind Soleier als Fastenspeise vor Ostern und als traditioneller Snack in vor allem Berliner Küchen und Kneipen.

Die Zubereitung von Soleiern ist denkbar einfach. Kochen Sie zuerst die Eier in reichlich Wasser gut hart.

Dazu legen Sie die Eier in einen Topf und bedecken sie mit kaltem Wasser. Stellen Sie den Topf auf den Herd und stellen die Herdplatte auf höchste Stufe. Ab dem Moment ab dem das Wasser sprudelnd kocht rechnen Sie je nach Größe der Eier 5 – 7 Minuten. Giessen Sie danach das kochende Wasser ab und schrecken die Eier ab.

Währenddessen bereiten Sie die Lake oder Sole vor. Dazu wird das Salz im Wasser aufgelöst. Die Lake oder auch Sole dient hauptsächlich dazu, die Eier zu salzen und damit zu konservieren. Die Sole kann auch gefärbt oder aromatisiert werden – siehe Tipps.

Lassen Sie die Eier gut auskühlen bevor Sie sie weiter verarbeiten. Sind die Eier kalt, wird die Eierschale angeknickt, aber so, dass die Schale sich nicht ablöst, die Eierschale soll im Idealfall lediglich Risse bekommen. Legen Sie die angeknickten Eier in die Sole, decken das Gefäss ab und stellen es in den Kühlschrank.

Am besten schmecken Soleier, wenn sie einige Tage gezogen sind. Man sollte ihnen aber mindestens einen Tag geben. „Reif“ sind Soleier nach etwa 4 Wochen, dann beginnt das Eigelb sich grünlich / bläulich zu verfärben und die Lake beginnt schweflig zu riechen. Grundsätzlich sind Soleier zwar auch noch nach einigen Monaten geniessbar, ich persönlich esse sie am liebsten innerhalb von 1 – 2 Wochen.

Das Essen von Soleiern

Sie können Soleier auf verschiedene Arten essen. Eine Version ist dieselbe wie gefüllte Eier: die Eier schälen, längs aufschneiden, die Eigelb vorsichtig herausnehmen, mit einer Gabel zerdrücken und mit etwas Senf, Majonaise (oder als leichtere Variante mit Frischkäse), Pfeffer vermischen und wieder in die Eiweißhälften füllen.

Bei der Berliner Variante werden die Soleier geschält, längs halbiert, die Eigelb vorsichtig herausgenommen, in die Eiweißmulde etwas Essig, Öl und Pfeffer gegeben (ev. auch einige, wenige rohe gehackte Zwiebeln), die Eigelb wieder darauf gesetzt, ein kleiner Klacks Senf obenauf und das Ganze mit einem Bissen verzehrt.

Es bleibt Ihnen aber auch unbenommen, die Soleier einfach wie hartgekochte Eier zu essen: schälen und reinbeissen. Der Unterschied ist, dass das Solei bereits gesalzen ist.

Tipps

  • Die Lake und damit auch die Soleier können Sie auf verschiedene Arten aromatisieren. Geben Sie einige Wacholderbeeren, Nelken und/oder Lorbeerblätter in die Lake. Geeignet sind auch Pfefferkörner, Senfkörner, Kümmel, Piment und Zwiebeln, es gibt auch eine Variante mit schwarzem Tee.
  • Da die Eierschale durch das Anklopfen rissig ist, können die Soleier auch gefärbt werden. Kochen Sie den Sud z.B. mit (sauberen) Zwiebelschalen auf und lassen ihn abkühlen bevor Sie die Eier darin einlegen. An den Rissen werden die Eier dann bräunlich, die Risse werden so gesehen nachgezeichnet.
  • Sie können auch Rote Beete Saft zum Färben verwenden, Rotkohl oder Grünkohl.

Guten Appetit

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