Lebensmittelkunde Brombeeren

Botanisch:
Weitere Namen:
Nährstoffe: 30 kcal pro 100 g Früchte
Vitamine: A und C
Mineralien: Magnesium, Eisen, Zink, Kalium, Calcium, Mangan
sekundäre Pflanzenstoffe: Carotinoide, Polyphenole, Anthocyane (antioxidative Wirkung, gut für Herz, Kreislauf und Immunsystem)

Die Brombeere gehört zu den Sammelsteinfrüchten, ist also eine pflanzliche Sonderform. Kulinarisch haben sie unterschiedliche Beliebtheiten, die einen mögen sie garnicht, die anderen dagegen sehr. Das ist also etwas sehr individuelles.

Da es von der Brombeere über 100 Arten in Deutschland gibt, gibt es natürlich auch sehr unterschiedliche Geschmacksformen. Manche Art ist eher trocken und wenig aromatisch, andere Arten sind saftig bis sehr saftig und voll aromatisch. Das Aroma ist natürlich auch abhängig von der Sonnenscheindauer während der Reifezeit und vom Standort.

Inzwischen gibt es die Brombeere auch als Kulturform im Handel zu kaufen. Auch wenn das schöne und große Früchte sind, bleiben sie vom Aroma her doch hinter den Brombeeren aus Wald und Garten zurück.

Verwertungsmöglichkeiten

  • frisch gegessen, direkt vom Strauch
  • Brombeermarmelade
  • Brombeerkompott
  • Brombeerlikör

Brombeeren sind leicht verderblich und sollten nach dem Ernten rasch verzehrt werden. Im Kühlschrank halten sie sich 1 – 2 Tage, dann sollten sie verbraucht sein. Zum Waschen sollten Brombeeren nur kurz abgebraust werden, sie saugen sich schnell mit Wasser voll und verlieren dabei auch noch Saft und Aroma.

Da Brombeeren nicht nachreifen, sollten sie nur reif geerntet werden. Sie sind reif, wenn sie sich leicht vom Fruchtzapfen lösen.

Achtung Fuchsbandwurm: In Gegenden mit Fuchsbandwurm sollten sie Beeren nur ernten, die weit genug vom Boden entfernt sind, dass die nicht von den Eiern des Fuchsbandwurmes befallen sind. Die Eier werden durch Eingefrieren nicht abgetötet, er bei Erhitzen über 70° Celsius. Bei einer Inkubationszeit von bis zu 15 Jahren (!) kann man natürlich schlecht nachhalten, wann man sich genau infiziert hat. Der Fuchsbandwurm ist medikamentös recht gut behandelbar, allerdings besteht bei etwa 1/3 der Patienten die Gefahr einer notwendigen Operation bei der das befallene Gewebe vollständig entfernt werden muss.

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