
Nährstoffe
Botanische Zuordnung: Schmetterlingsblütler, Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Botanischer Name: Phaseolus vulgaris
Weitere Namen: Gartenbohne, Buschbohne oder Stangenbohne (je nach Wuchsart)
Nährstoffe: fettarm, energiearm
Vitamine: C und K
Mineralien: Kalzium, Eisen, Folsäure
Proteine: hoher Proteingehalt (2,3 % Roheiweißgehalt)
Lebensmittelgifte: Phasin
Von der grünen Bohne kann sowohl der Samen, als auch die den Samen umschließende Hülse verzehrt werden. Grüne Bohnen sollten vor dem Verzehr gegart werden, um das vorhandene Phasin zu zerstören, da diese nicht hitzebeständig sind. Die grüne Bohne ist ein wichtiger Proteinlieferant mit einem Roheiweißgehalt von 2,3%.
Lebensmittelgifte
Grüne Bohnen enthalten das Lebensmittelgift Phasin, das durch Hitze abgebaut wird. Phasin lässt die roten Blutkörperchen zusammenkleben, wodurch der Sauerstofftransport behindert wird.
Deshalb dürfen grüne Bohnen nicht roh verzeht werden, die Folgen können Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Für Kinder können bereits 5 – 6 rohe grüne Bohnen eine tödliche Vergiftung auslösen.
Grüne Bohnen müssen also stets gut gegart werden vor dem Verzehr. Es empfiehlt sich, sie mindestens 10 Minuten zu blanchieren und das Blanchierwasser abzugiessen, da auch das Blanchierwasser noch Phasin enthalten kann.
Kultivierung
Der Anbau von grünen Bohnen erfordert wenig Platz und wenig Wasser. Im Vergleich zu tierischen Proteinquellen verursacht der Anbau deutlich weniger Treibhausemissionen. Da die Pflanze recht anspruchslos ist, kann sie regional erzeugt werden, was wiederum deutlich kürzere Transportwege mit den entsprechenden Umweltbelastungen bedeutet.
Grüne Bohnen können sehr gut im Garten selbst kultiviert werden, es reicht dafür schon eine kleine Anbaufläche aus; je nach Wuchsform benötigst du dafür noch Bohnenstangen oder ein Stück Maschendrahtzaun. An den Boden stellen grüne Bohnen keine hohen Ansprüche. Schwere, feuchte Böden mögen sie nicht, mit lehmigen Böden kommen sie gut zurecht. Wichtig ist ein sonniger Standort.
Die Aussaat erfolgt, wenn keinerlei Fröste mehr zu erwarten sind und der Boden durch die Sonne genügend aufgeheizt wird. Eine minimale Bodentemperatur von 9°C muss dabei für eine gesunde Keimung erreicht werden, besser sind Bodentemperaturen von über 12°C.
Um eine zeitliche Verteilung der Ernte zu erreichen, werden die Bohnensamen zeitlich versetzt eingebracht. Wenn du alle zwei Wochen Bohnen säst, kannst du kontinuierlich ernten. Ansonsten hast du halt das Problem, dass du eine große Erntemenge einbringst und diese auch verarbeiten musst. Wass allerdings ja auch erwünscht sein kann, wenn du vorhast, die Bohnen einzufrieren oder auf andere Weise zu konservieren.
An sonnigen, heißen Tagen werden die Pflanzen gegossen, dabei ist zu beachten, dass man es nicht übertreibt. Ein Zuviel an Wasser mögen die Bohnen nicht. Unkraut mögen sie auch nicht, daher zupfe ich Unkraut immer aus.
Wenn ich Ungeziefer entdecke, entferne ich sie: Raupen werden abgesammelt, schwarze Blattläuse wasche ich von Hand mit Wasser, das ich mit etwas Spülmittel versetzt habe, ab. Zu intensiv mit Blattläusen befallene Blätter schneide ich ab und entsorge sie sofort, desgleichen Blätter, die mit Mehltau befallen sind.
Um den Boden nicht zu einseitig auszulaugen, sollte ein Fruchtwechsel eingeplant werden. So wird auch Pflanzenkrankheiten der grünen Bohne vorgebeugt.
Verwertungsmöglichkeiten
- grüne Bohnen als Beilage, gedämpft oder in Butter oder einem guten Öl geschwenkt
- Bohnensalat
- grüne Bohnensuppe
- eingelegte Bohnen
- saure Bohnen (Milchsäurefermentierung)
