Allgemeines
Beim Cholesterin handelt es sich um das Blutfett. Cholesterin wird in der Leber gebildet, etwa zwei Drittel des Cholesterins produziert der Körper selbst. Ein Drittel des Cholesterins nehmen wir über die Nahrung zu uns, über tierische Lebensmittel und zwar überwiegend über gesättigte Fettsäuren.
Der Körper braucht zum Funktionieren Cholesterin. Es ist ein wichtiger Grundbaustein etwa für Hormone und Zellmembrane. Ohne geht es also nicht.
Lipoproteine besorgen den Transport des Cholesterins im Blut. Das LDL-Cholesterin (Low-Density-Cholesterin) ist für den Transport zu den Körperzellen zuständig, das HDL-Choleserin (High-Density-Cholesterin) für den Weg zurück zur Leber. Es wird also letztendlich über die Transportform des Cholesterins gesprochen.
Das „schlechte“ Cholesterin
Das Blutfett, das problematisch ist, ist das LDL-Cholesterin, das so genannte „schlechte“ Cholesterin. Es kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen, dort zu Entzündungen und langfristig durch zunehmende Verkalkung zum Verschluß dieser Blutgefäße. Die betroffenen Gefäßwände sind dann nicht mehr glatt, sondern rau. Hier sind wir dann bei den Themen Bluthochdruck und Infarkte (Herzinfarkt, Hirninfarkt (oder auch Schlaganfall genannt)). Durch den Pulsschlag können sich Cholesterin-Teilchen lösen und woanders, z.B. im Gehirn, ablagern und zu Verschlüssen führen (ähnlich wie bei Trombosen).
Eine Blutuntersuchung auf Lipoprotein (a) (auch: Lp(a)) kann Aufschluß geben, ob eine genetische Disposition diesbezüglich vorliegt. Es ähnelt dem LDL-Cholesterin, fördert jedoch zusätzlich Gefäßverkalkung (Atherosklerose) und Blutgerinnsel. Da sich dieser Wert nicht verändert, reicht eine einmalige Untersuchung im Leben, um Auskunft darüber zu bekommen. Etwa 20% der Bevölkerung haben Lipoprotein (a).
Bluthochdruck kann lange Zeit unentdeckt bleiben und Organe schädigen, beim Infarkt werden durch den Gefäßverschluß Teile eines Organes nicht mehr durchblutet, es kommt zum Absterben, zur Nekrose. Das ist in höchstem Maß lebensbedrohlich. Durch eine vernünftige Ernährung gegenzusteuern ist grundsätzlich sinnvoll.
Gute Lebensmittel
Hier ist es gut, viele pflanzliche und ballaststofreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, wie es ja auch grundsätzlich empfohlen wird. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte versorgen den Körper mit vielen wertvollen Nährstoffen und Inhaltsstoffen und vor allem auch mit Ballaststoffen. Ballaststoffe sind nicht nur wichtig für die Darmgesundheit und damit auch für das Immunsystem, einige von ihnen wirken sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus.
Rapsöl, Olivenöl, Walnussöl und Leinöl enthalten ungesättigte Fettsäuren, ebenso wie Nüsse und Samen, Avocados und Oliven. Sie sind wichtiger Teil einer gesunden Ernährung.
Ungesunde Lebensmittel
Bei den Fetten wird nach eher guten und nach schlechten Fetten unterschieden (LDL- und HDL-Cholesterin). Ungünstig sind gesättigte Fettsäuren, die du in tierischen Fetten findest, bei pflanzlichen Fetten sind es Kokosfett und Palmfett. D.h. Produkte mit Palmöl oder Palmfett und Kokosöl oder Kokosfett sollten gemieden werden, ebenso Margarine mit gehärteten Fetten.
Lebensmittelmythos
Es wird immmer wieder vor dem Cholesterin in Butter und in Eiern gewarnt. Diese Verallgemeinerung ist m. E. eher kritisch zu betrachten, denn bei dem einem Menschen wirken diese Lebensmitel LDL-Cholesterin steigernd, bei anderen nicht. Jeder menschliche Organismus tickt etwas anders.
Mach dich nicht verrückt, aber wenn du eine Veranlagung zu hohen Cholesterinwerten hast oder eine Störung des Fettstoffwechsels vorliegt, musst du diese Lebensmittel eher sehr vorsichtig dosieren. Sprich dann mit deinem Arzt darüber, denn zu hohe Cholesterinwerte solltest du keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen.
Was kannst du tun?
Wenn du dauerhaft etwas für deine Cholesterinwerte und auch allgemein für deinen Körper tun möchtest, ist eine vernünftige überwiegend pflanzliche und ballststoffreiche Ernährung der eine Teil, ausreichende Bewegung der andere. Ausdauersportarten sind absolut dazu geeignet, den Stoffwechsel zu unterstützen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.